Mittwoch, 28. Juni 2017

Zu Risiken und Nebenwirkungen...

Hallo Ihr Lieben!

Wie ihr sicher bemerkt habt, war es in letzter Zeit auf dem Blog etwas ( sehr) ruhig... 
Ich habe mir eine kleine Auszeit genommen, um mich und mein Leben neu zu fokussieren, mich von alten Ketten und Mustern zu befreien und jede Menge neue Lektionen zu lernen - und mit jeder Lektion auch etwas mehr über mich selbst...

Das Schwierigste dabei war nämlich nicht die Ausrichtung auf das Neue, sondern die Befreiung von alten verhafteten Glaubenssätzen und Mustern. Dabei kamen so viele unangenehme Gedanken und Gefühle hoch, die ich jahrelang immer wieder verdrängt und ignoriert hatte, und die sich zu einem riesigen verstrickten Knäuel negativer Emotionen zusammengeballt hatten und mich mit Wucht in die Knie zwangen. 

Oft dachte ich dann: "Was passiert hier eigentlich, warum fühlt es sich so schmerzhaft an, das kann doch nicht der richtige Weg sein." Wie sich herausgestellt hat, war er es aber, und diese unangenehmen Zustände sind eine ganz normale 'Nebenwirkung' auf dem Weg zu deinem authentischen Selbst: Es tut weh, wenn die alten, verkrusteten Schalen jahrelanger negativer Konditionierungen aufbrechen, es kommt dir vor, als ob du erstmal völlig schutzlos und nackt dastehst, denn alle erlernten Sicherheitsmechanismen, auf die du bisher vertraut hast, funktionieren auf einmal nicht mehr. Doch lass dich davon nicht entmutigen, das gehört dazu! Du bist auf dem richtigen Weg! 

Welche Risiken und Nebenwirkungen es auf deinem Weg zu dir selbst so alles geben kann, habe ich auf dem folgenden 'Beipackzettel' mal versucht, zusammenzufassen: ;-)


Du fühlst dich isoliert und einsam


Veränderung ist ein einsamer Prozess. Du musst da alleine durch, niemand kann dir dabei helfen. Oft versteht dein Umfeld nicht, was du durchmachst und was gerade in dir vorgeht, und du kannst es selber auch nur schwer in Worte fassen. Such dir Gleichgesinnte, egal ob online oder offline: Foren, Blogs oder die gute alte Selbsthilfegruppe können dir oft hilfreiche Impulse geben und vor allem das Gefühl, auf deinem Weg nicht allein zu sein!
 



Du willst am liebsten alleine sein


Veränderung kostet Energie, sehr viel Energie, die dir dann im Umgang mit anderen Menschen oft fehlt. Wo du früher Geselligkeit genossen hast, laugt sie dich auf einmal nur noch aus. Du meditierst lieber, machst Yoga oder gehst im Wald spazieren, um den Kopf frei zu bekommen, dich zu erden und aufzuladen. Und das ist völlig ok und superwichtig! Nimm dir soviel Zeit für dich, wie du brauchst.




Du verspürst innere Unruhe und Angst


Veränderungen bedeuten auch immer Unsicherheit. Du lässt Vertrautes hinter dir, dein ängstlicher und aufgewühlter Geist assoziiert Neues und Unbekanntes mit potenzieller Gefahr und das macht dir erstmal Angst. Du weißt schließlich (noch) nicht, worauf du dich einlässt. Das ist ganz normal, hier versuchen deine alten Muster, dich auf der 'sicheren Seite' zu halten. Ein Zeichen, dass die Veränderung unaufhaltsam voranschreitet. Geh weiter und hab Vertrauen, dass alles nur besser werden kann.
 


 

Eine tiefeTraurigkeit erfasst dich


Keine Veränderung passiert ohne Verlust. Anfangs konzentrieren wir uns allerdings noch zu sehr auf das, was wir glauben zu verlieren und aufgeben zu müssen, als auf das, was wir möglicherweise gewinnen können (der berühmte Spatz in der Hand). Dein Kopf weiß, dass die Veränderung nur zu deinem Besten ist, aber dein Herz und deine Seele hängen noch an der Vergangenheit und damit am Vertrauten. Dieses 'Abnabeln' braucht Zeit. Gib der Traurigkeit Raum. Und dann schau was das Leben für dich alles bereithält und lass los.



Du schläfst schlecht und träumst intensiv


Dein erweitertes Bewusstsein beeinflusst natürlich auch dein Unterbewusstsein.  Es kann sein, dass du unruhiger schläfst, nachts öfter aufwachst oder viel und intensiv träumst. Dein Unterbewusstsein verarbeitet hier innere und äußere Konflikte, all deine neuen Erfahrungen und Emotionen. Deine Träume können dir hier ein wertvoller Wegweiser sein. Lass sie dir helfen. 



Du zweifelst an dir und deiner Entscheidung


Etwas Neues zu beginnen heißt immer auch, etwas Altes los- und hinter dir zu lassen. Es wird Zeiten geben, da wünscht du dir, dass möglichst alles wieder beim Alten wäre. Deine Entscheidungen zu hinterfragen und zu reflektieren ist richtig und gut, so kannst du etwaige Kurskorrekturen rasch vornehmen. Aber lass dich nicht verleiten, dem Alten hinterherzutrauern, konzentrier deine ganze Kraft darauf, das Neue zu erschaffen!
 


Du fühlst dich verloren


Manchmal kommst du dir vor wie ein Blättchen im Wind, weißt nicht wie es weitergehen soll oder wie der nächste Schritt aussieht. Soviel Neues stürmt auf dich ein: Gefühle, Erfahrungen, dein ganzes Leben wird über den Haufen geworfen. Das ist erstmal ein ganz schöner Hammer, und Orientierungslosigkeit ist da ganz normal, schließlich musst du ja auch erstmal lernen, mit diesen ganzen neuen Dingen umzugehen. Geh einfach weiter. Du wirst das schaffen. Und du wirst daran wachsen.
 


Du hinterfragst deine Beziehungen


Dein Bewusstsein hat sich erweitert, dein Weltbild hat sich verändert. Plötzlich bemerkst du, dass einige Menschen, mit denen du tagtäglich zu tun hast, nicht mehr deinen neuen Ansichten entsprechen, dir nicht gut tun oder dir sogar deine wertvolle Energie rauben. Und du merkst auch, dass du das nicht mehr einfach so hinnehmen kannst, und beginnst, dich von negativen Menschen und Energievampiren zu distanzieren. Gut so! Das nennt man Grenzen setzen.


Du lässt dir nicht mehr alles gefallen


Und wo wir gerade dabei sind: auch das Verhalten einiger Menschen fällt dir auf einmal negativ auf, und wo du früher vielleicht nur mit den Augen gerollt oder leise vor dich hingeschimpft hast, machst du jetzt auf einmal den Mund auf. Weil du inzwischen deinen Wert erkannt hast. Und sich auch deine Werte gewandelt haben. Weil du dir respektloses Verhalten nicht mehr gefallen lässt. Weil du für dich einstehst. 






Diese Liste ist sehr subjektiv und bestimmt nicht vollständig, es gibt bestimmt noch mehr unerwünschte 'Nebenwirkungen' der Persönlichkeitsentwicklung. Welche davon habt ihr schon selbst erlebt? Oder ist euch vielleicht noch etwas ganz anderes aufgefallen? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

<3-liche Grüße, Carina
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen